Moderne Smartphones warten mit Kameras auf, die selbst renommierteste Fotografen in Erstaunen und Bewunderung versetzen. Die Industrie hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, um das optimale Gleichgewicht zwischen Bildqualität, Tragbarkeit und einfacher Bedienung zu finden. Ein Gleichgewicht, das zu ihrer Zeit nicht einmal die Kompaktkameras erreichten.

Trotz des großen Fortschritts und der vielfältigen Möglichkeiten, die die Smartphone-Kameras heute bieten, wissen viele jedoch nicht, wie sie das Maximum aus ihnen herausholen. Sie beschränken sich darauf, den Auslöser zu drücken, und erwarten, dass der Automatik-Modus Wunder vollbringt. Dagegen gibt es zwar nichts einzuwenden. Um jedoch das perfekte Foto zu schießen, solltest du eine Reihe von Tricks befolgen, die wir dir ans Herz legen möchten:

Reinige die Linse. Es klingt vielleicht banal, aber der Unterschied zwischen einer sauberen und einer schmutzigen Linse kann schon den Ausschlag geben. Und aufgrund ihrer exponierten Anordnung im Smartphone verschmutzt sie leider viel öfter als wir uns wünschen würden. Deshalb solltest du, bevor du ein Foto machst, schnell die hintere Linse putzen.

Wähle die optimale Tageszeit. Auch wenn man manchmal keine andere Wahl hat – die Tageszeit, zu der man das Foto macht, ist von entscheidender Bedeutung. Bewölkte Tage, Morgen- oder Abenddämmerung sind entscheidende Momente. Warum? Kurz gesagt: Das Umgebungslicht ist neutral und beleuchtet nicht direkt das zu fotografierende Objekt, wodurch unerwünschte Reflexionen oder Lichtstrahlen vermieden werden. Sieh dir einmal die Website „Golden Hour“ an; sie ist dir vielleicht dabei eine große Hilfe.

Suche Stabilität. Bei der Vorbereitung ist es auch wichtig, euch einen guten Standpunkt und Stabilität zu suchen. Besonders bei Nacht. Es kommen zwar immer mehr Mobiltelefone mit optischen oder digitalen Bildstabilisatoren auf den Markt, eine gute Unterstützung, wie z.B. ein Stativ, ein Stuhl oder zur Not auch die Fensterbank, helfen aber auf jeden Fall, die Ergebnisse zu verbessern. Das Foto wirkt weniger „verwaschen“ und ihr habt mehr Spielraum bei den Verschlusszeiten.

Verwende HDR. Bei komplizierten Szenen, in denen es vor allem auf den Dynamikbereich ankommt, kann der HDR-Modus (High Dynamic Range) wahre Wunder bewirken. Er hellt dunkle Bereiche auf, ohne dass die helleren Bereiche überbelichtet werden. Unverzichtbar!

Drittel-Regel. Ziehe in Gedanken drei vertikale und drei horizontale Linien mit gleichem Abstand, die so auf dem Bild neun gleich große Rechtecke bilden. Die wichtigsten Punkte der Szene müssen an den Schnittpunkten dieser Linien liegen. Dies wird „Drittel-Regel“ genannt, und ist eine der grundlegendsten Regeln in der Fotografie. Als kleine Hilfe können wir in jenen Apps, die es unterstützen, den Raster aktivieren und dafür sorgen, dass alle wichtigen Objekte an den Schnittpunkten liegen. So erreichen wir eine bessere Zuordnung.

Afterfocus. Um einen Bokeh-Effekt zu erhalten, der den Eindruck der Schärfentiefe verbessert, arbeiten professionelle Kameras mit der Blende ihrer Linse. Bei den Smartphones ist dies zwar ein bisschen komplizierter, aber dank Apps wie Afterfocus kann es leicht emuliert werden. Bei dieser App kann man den Grad der Unschärfe der verschiedenen Bereiche eines Bildes auswählen. So wirkt zum Beispiel bei einem Porträt der Hintergrund unscharf, während die Person perfekt scharf wird.

Verwende möglichst keinen Blitz. Der eingebaute Blitz bei Smartphones ist vielleicht für Nachtaufnahmen sehr nützlich, aber du solltest ihn nach Möglichkeit vermeiden. Er verändert nämlich die Bilder und nimmt ihnen die Natürlichkeit.

Verwende die physische Taste als Auslöser. Aus dem gleichen Grund wie im vorigen Absatz: Wenn du die Lautstärketaste als Auslöser verwendest, erhöhst du die Stabilität beim Abdrücken.

Foto-Bearbeitungssoftware. Es gibt unzählige Foto-Editoren für Android, wovon zwei jedoch aus der großen Masse hervorstechen: Snapseed und VSCO. Der erste richtet sich an fortgeschrittene Benutzer und bietet sogar Tools für selektive Bearbeitung. Dies ist dann besonders nützlich, wenn du nur einen bestimmten Bereich deines Fotos verändern möchtest. Der zweite bietet eine Vielzahl an Filtern und eine unglaublich große Community, mit der du deine Kreationen teilen kannst.

 

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